Sonnensturm 2012 - Polarlichter jedoch keine Schäden

Wissenschaft und Forschung

Ein schwerer Sonnensturm traf kürzlich auf die Erde: Nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der Wetterbehörde der Vereinigten Staaten, handelt es sich dabei um den stärksten geomagnetischen Sturm seit 2003.

Nach Angaben der NOAA erreichte der Sonnensturm eine Stärke von "S3", sein Maximum hatte der Magnetsturm am Dienstag, den 24.01.2012. Die Einstufung "S3" beruht auf einer fünfstufigen Bewertung (von S1 für "gering" bis S5 für "extrem") durch die NOAA, die vollständige Skala kann unter http://www.swpc.noaa.gov/NOAAscales/ eingesehen werden.

sonnensturm 2012
Bild: Sonneneruption Januar 2012. Quelle: NASA images courtesy Solar Dynamics Observatory

Ernsthafte Schäden verursachte der Sonnensturm nach bisherigen Erkenntnissen nicht: Lediglich einige Flüge der US-Fluggesellschaft Delta Airlines wurden umgeleitet, wie amerikanische Nachrichtenkanäle berichten. Tatsächlich kann eine massive Sonneneruption theoretisch zu Schäden an Satelliten, elektronischen Geräten, Computerchips sowie zu Störungen im Stromnetz führen. Dabei handelt es sich jedoch um extreme Szenarien: In der Vergangenheit wurden auf der Erde bislang jedoch lediglich geringe Störungen durch die Sonnenaktivitäten beobachtet.

Esoterische Quelle leiten derzeit vor allem einen Zusammenhang zwischen dem zu erwartenden Maximum an Sonnenaktivitäten im Frühjahr 2013 sowie einem "drohenden Weltuntergang" her. Dabei wird auch auf einen Maya-Kalender bezug genommen, der zur nächsten Wintersonnenwende am 21.12.2012 angeblich "endet".

Tatsächlich gibt es jedoch wenig Grund zu Sorge: Selbst wenn die Sonnenaktivitäten bis 2013 heftiger als gewohnt ausfallen, taugen sie kaum als Ursache für einen Weltuntergang. Störungen und Schäden sind zwar möglich, Katastrophenszenarien von tage- oder sogar wochenlangen Stromausfällen jedoch sehr unwahrscheinlich. Und tatsächlich haben die Sonnenstürme sogar einen positiven Effekt: Nämlich wunderschön anzusehende Polarlichter, die dann verstärkt zu beobachten sind.

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Redaktion public20.de